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Impfungen bei Pferden: Termine und Turnierregeln
Tetanus, Influenza und Herpes gehören nach StIKo Vet zur empfohlenen Grundvorsorge für Pferde. Dein Tierarzt legt den Impfplan fest; für einen Turnierstart prüfst du zusätzlich die Vorgaben des Verbands und der Veranstaltung.
Grundvorsorge und weitere Risiken
| Impfung | Orientierung | Was du klärst |
|---|---|---|
| Tetanus | Nach Grundimmunisierung meist alle 2–3 Jahre, je nach Impfstoff. | Schutz auch ohne Stallwechsel; Wunden und bisherigen Impfschutz ansprechen. |
| Influenza | Nach Grundimmunisierung meist alle sechs Monate; bei geringer Exposition ohne Veranstaltungen können bis zu zwölf Monate genügen. | Gesundheitsplan und kürzere Turnierfristen getrennt prüfen. |
| Herpes / EHV | Grundimmunisierung nach Impfstoff; danach alle sechs Monate. | Bestandskonzept und Trächtigkeit; kein sicherer Schutz vor der neurologischen Verlaufsform. |
| West-Nil-Virus | Zwei Impfungen nach Produktvorgabe, dann jährlich; rechtzeitig vor der Mückensaison planen. | Aktuelle Risikogebiete sowie Reisen dorthin. |
| Weitere Indikationen | Zum Beispiel Druse, Hautpilz, Borreliose, Tollwut oder EVA nur gezielt besprechen. | Diagnose, tatsächliches Risiko, Zulassung und Nutzen des konkreten Präparats; keine allgemeine Pflichtliste. |
Grundlage: StIKo-Vet-Leitlinie, 5. Auflage 2025, und die aktuellen Erläuterungen von Pferdesport Deutschland. Fohlen und Zuchtstuten brauchen einen eigenen Plan; Präparat und Vorgeschichte bestimmen die Termine.
Herpes: Impfung und Stallhygiene zusammen planen
EHV kann nach einer Infektion im Pferd verbleiben und später wieder ausgeschieden werden. Die Impfung kann Atemwegserkrankungen und Aborte verringern sowie die Virusausscheidung reduzieren. Sie bietet keinen verlässlichen Einzelschutz gegen jede EHV-Erkrankung, insbesondere die neurologische Form.
Besprich deshalb das Vorgehen für den Bestand, neue Pferde und einen Verdachtsfall mit dem Tierarzt. Bei einem Ausbruch nicht eigenständig nachimpfen. Pferdesport Deutschland erläutert Nutzen und Grenzen.
Deutschland: Influenza nach LPO
Für eine neue Grundimmunisierung nennt die FN drei Impfungen: V2 28–70 Tage nach V1, V3 spätestens 6 Monate und 21 Tage nach V2. Auch Auffrischungen dürfen höchstens 6 Monate und 21 Tage auseinanderliegen. Nach V2 müssen vor dem Start 14 Tage, nach V3 und Auffrischungen sieben Tage vergangen sein.
Bei einer länger zurückliegenden Grundimmunisierung müssen die letzten drei Jahre korrekt dokumentiert sein. Eine Überschreitung kann eine neue Grundimmunisierung erforderlich machen. Die LPO-Regeln gelten auch für WBO-Wettbewerbe auf gemischten Veranstaltungen; bei reinen WBO-Veranstaltungen sind Landesvorgaben und Ausschreibung zu prüfen. Zur offiziellen FN-Regel.
Österreich, Schweiz und FEI getrennt prüfen
Übertrage die deutschen Fristen nicht auf einen Start in Österreich, der Schweiz oder bei der FEI. Prüfe beim jeweiligen Verband Grundimmunisierung, letzte Auffrischung, Sperrfrist und Dokumentation für die konkrete Veranstaltung. Nimm Anreise- und Startdatum zum Tierarzttermin mit.
Bei neuen FEI-Serien ab 2024 folgt V2 nach 21–60 Tagen, V3 innerhalb von 6 Monaten und 21 Tagen nach V2. Nach V2 kann eine Teilnahme unter Einhaltung der Wartezeit möglich sein. Bei Auffrischungen gilt: Die letzte muss innerhalb von 6 Monaten und 21 Tagen vor Ankunft liegen; in den letzten sieben Tagen darf nicht geimpft werden. FEI-Regel und Ausnahmen. Eine ältere Serie oder ein fehlender Eintrag lässt sich nicht anhand nur eines Datums beurteilen. Lass die vollständigen Unterlagen prüfen, bevor du mit einer Startberechtigung rechnest.
Checkliste vor und nach dem Termin
- Equidenpass und sämtliche Impfdaten bereitlegen; unklare Einträge markieren.
- Erkrankungen, Medikamente, frühere Reaktionen, Trächtigkeit und Reisen angeben.
- Impfstoff, Datum und nächsten bestätigten Termin notieren; amtlichen Passeintrag kontrollieren.
- Nach Bewegung, Beobachtung und dem Vorgehen bei Nebenwirkungen fragen.
- Turnierregel und Ausschreibung getrennt vom medizinischen Plan prüfen; Erinnerung vor der vereinbarten Frist setzen.
Häufige Fragen
Darf ich danach reiten?
Frag den Tierarzt nach der passenden Bewegung für dieses Pferd und Präparat. Fieber, deutliche Mattigkeit oder eine zunehmende schmerzhafte Schwellung solltest du melden. Bei Sorgen nicht erst mehrere Tage abwarten.
Was gilt für Fohlen und Zuchtstuten?
Beginn und zusätzliche Termine hängen unter anderem von Alter, mütterlichen Antikörpern, Trächtigkeit und Impfstoff ab. Lass einen eigenen Plan erstellen; ein Erwachsenenschema lässt sich nicht einfach übertragen.
Sind Kombi-Impfungen immer die beste Wahl?
Besprich Präparate und frühere Reaktionen mit dem Tierarzt. Weder eine Kombination noch getrennte Termine sind für jedes Pferd automatisch richtig.
Was kosten die Impfungen?
Bitte um einen Kostenvoranschlag mit Untersuchung, Impfstoff, Anwendung, Anfahrt und Dokumentation. Rechne bei einer Grundimmunisierung alle Termine ein. Eine pauschale Internetangabe ist kein verbindlicher Praxispreis.
Gibt es eine allgemeine Impfung gegen Ekzem oder Mauke?
Lass Hautveränderungen zuerst diagnostizieren. Übertrage Angaben zu einem Impfstoff gegen einen bestimmten Erreger nicht auf jede Hauterkrankung; kläre Zulassung und Nutzen des vorgeschlagenen Mittels mit dem Tierarzt.
Ersetzt Halster den Equidenpass?
Nein. Deine Notizen ergänzen die offiziellen Unterlagen; sie bestätigen keine Turnierzulassung.
Halster stellt keine Diagnose. Bist du dir bei der Gesundheit deines Pferdes unsicher, ruf deinen Tierarzt an.
In Halster
Dein nächster Impftermin steht fest
Trage den mit dem Tierarzt vereinbarten Impftermin in Halster bei deinem Pferd ein.
Du installierst die Testversion über TestFlight.
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